Studierende der Informatik haben künftig die Möglichkeit, innerhalb eines Forschungsprojektes Erfahrungen in Kanada zu sammeln, aber auch an der Otto-von-Guericke-Universität direkt vor Ort von kanadischen Studierenden zu profitieren. Das von der EU geförderte trägt den Namen „LEIF“. Dieser Titel geht auf den Entdecker Leif Ericsson zurück, der die Nordwestpassage nach Kanada ergründete. Damit wird der Anspruch festgelegt und geehrt. Neues wird erschlossen, was für die Zukunft des Arbeitens mit Computern von großer Bedeutung sein wird. ... [ den gesamten Journalartikel lesen ]
Der Blick auf den Tisch ist zunächst unspektakulär. Von der Decke des Labors im Institut für Simulation und Grafik projiziert ein Beamer die dunkle Silhouette eines Menschen. Erst als Raimund Dachselt ein Stück Pappe über die Figur hält, wird klar, warum die Konstruktion als "interaktiver Tisch" bezeichnet wird. Denn nun sind auf der Pappe Teile des menschlichen Skeletts sichtbar. Über dem Kopf der Schädelknochen, über dem Brustraum die Rippen, an den Extremitäten die Arm- und Beinknochen.
Das Stück Pappe, das Dachselt, Juniorprofessor am Institut für Simulation und Grafik der Universität Magdeburg, in der Hand hält, ist eine magische Linse. ... [ den gesamten Zeitungsartikel lesen ]
Computervisualisten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) sind für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Visualisierung von Strömungen und Software-Systemen in den USA ausgezeichnet worden. Die Wissenschaftler der Fakultät für Informatik um Prof. Dr. Holger Theisel und Jun.-Prof. Dr. Raimund Dachselt haben auf der internationalen Spitzenkonferenz der Branche, der VisWeek in Salt Lake City, USA, für die Publikation ihrer neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Visualisierung gleich zwei der prestigeträchtigen Best Paper Awards gewonnen.
Sie erarbeiteten u.a. neuartige Lösungen für die Visualisierung von so genannten Vektorfeldern bei Strömungen, wie sie zur Darstellung von Windrichtung und -geschwindigkeit in der Meteorologie eingesetzt werden. Außerdem widmeten sich die Magdeburger Wissenschaftler dem Problem der Darstellung großer Graphen auf kleinen Bildschirmen. Sie entwickelten eine Lösung, um am Bildschirm auch mit gerade nicht sichtbaren Elementen zu interagieren. Diese Anwendungen sind überall da wichtig, wo große visuelle Modelle eine Rolle spielen, vor allem bei der Softwareentwicklung oder beim so genannten Digital Engineering.
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[ Zeitungsartikel der Volksstimme ]
An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) wird mit einem neuen Austauschprogramm die Internationalisierung der Lehre vorangebracht. Die Europäische Kommission bewilligte ein transatlantisches Austauschprojekt zwischen europäischen und kanadischen Universitäten zum Thema Mensch-Computer-Interaktion. Das nach dem Entdecker Kanadas, Leif Eriksson, benannte Projekt "LEIF: A Multicultural Exploration into Research and Education for Surface Computing" verbindet vier kanadische und vier europäische Universitäten. 40 Studierenden und mindestens drei Wissenschaftlern der Fakultät für Informatik der Universität Magdeburg wird damit ein mehrmonatiger Studien- bzw. Forschungsaufenthalt in Kanada ermöglicht. Sie werden auf dem Gebiet interaktiver Benutzeroberflächen, des so genannten Surface Computing neue Anwendungen entwickeln. ...
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An image is shown on a table-top screen. Lift a piece of paper over the table, however, and another, related image appears on it; move the paper and the image changes again. That's the intriguing essence of a low-cost system designed by Raimund Dachselt's team at the University of Magdeburg in Germany to explore new ways of interacting with computers.
The team's new system consists of a ceiling-mounted projector and infrared camera positioned directly above a horizontal screen, which displays an image of interest to the user. Several more projected images related to the one on display can be "stacked" in the 3D space above the table. ...
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An der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist ein hochmodernes, so genanntes User Interface Labor eingeweiht worden. Das Hightech-Forschungslabor am Institut für Simulation und Graphik ist u.a. mit zwei großen, interaktiven Tischen und einem so genannten Multitouch-Tabletop ausgestattet und in seiner Ausstattung nicht nur ein Novum in Sachsen-Anhalt, sondern auch deutschlandweit einzigartig. ...
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User Interfaces auf Basis von Handgesten und intuitiver Stifteingabe bieten sich überall da an, wo große Informationsmengen sortiert, annotiert, editiert und navigierbar gemacht werden sollen. Das hilft Alltagsnutzern bei der Verwaltung persönlicher Medien und Dokumente, z.B. dem Ordnen und Beschriften von Urlaubsfotos, vor allem aber auch professionellen Nutzern, die z.B. große Diagramme und Modellvisualisierungen kollaborativ bearbeiten. In Anwendungsbereichen wie der Logistik, Energietechnik oder dem Software Engineering verspricht der Einsatz neuer Interaktionstechniken und kombinierter Displays ein verbessertes Arbeiten mit Modellen, Simulationen oder Netzdarstellungen. So können z.B. Diagramme zunächst auf Papier skizziert, wobei sie sofort digital erfasst und später auf der interaktiven Tischoberfläche bearbeitet werden.
„Mit der Kombination verschiedenartiger interaktiver Oberflächen und multimodaler Eingabetechniken (mit Stift-, Hand- und sogar Fußgesten, Blicksteuerung sowie physikalischen Objekten, den sogenannten Tangibles) läßt sich die Vision einer nahtlosen Interaktion verwirklichen, bei der man sich je nach Wunsch und Aufgabe ohne Probleme verschiedener Techniken parallel bedienen kann.“ sagt Juniorprofessor Dr.-Ing. Raimund Dachselt, der als Leiter der Stiftungsprofessur User Interface & Software Engineering das Labor aufgebaut hat. Ein Teil der Investitionen stammt aus Berufungsmitteln der Universität, ein weiterer vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft aus Mitteln der Claussen-Simon-Stiftung. Die im Labor vorhandenen Tabletops gibt es in dieser Form noch nicht auf dem Markt, so dass sie teilweise in Kooperation mit dem Media Interaction Lab aus Österreich, teilweise im Eigenbau entstanden.
Die Stiftungsjuniorprofessur User Interface & Software Engineering wird finanziert vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft aus Mitteln der Claussen-Simon-Stiftung. Die Arbeitsgruppe wurde im November 2007 mit der Berufung von Juniorprofessor Dr.-Ing. Raimund Dachselt etabliert und umfasst inzwischen fünf Mitarbeiter und Stipendiaten. Die Arbeitsgruppe ist u.a. im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten, interdisziplinären Spitzenforschungsprojekt ViERforES mit eigenen Teilprojekten zu Visualisierung und Interaktion beteiligt.
Für Fotos in hoher Auflösung wenden Sie sich bitte an Jun.-Prof. Dr. Raimund Dachselt.
Aufprojektions-Tabletop BildnameIMG_001 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Kombination von zwei stiftbasierten Tabletops BildnameIMG_002 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Fotoverwaltung und Annotation BildnameIMG_003 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Fotoverwaltung BildnameIMG_004 max. Auflösung768x1024 Pixel |
Fotoverwaltung mit mehreren Nutzern BildnameIMG_005 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Multitouch-Tisch BildnameIMG_006 max. Auflösung768x1024 Pixel |
Multitouch-Tisch in der Softwarevisualisierung BildnameIMG_007 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Multitouch-Tisch Interaktion mit Händen BildnameIMG_008 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Multitouch-Tisch (Detailaufnahme) BildnameIMG_009 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Softwarevisualisierung (Anoto-Papier/Tabletop) BildnameIMG_010 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Digitales Verbinden von Papierskizzen BildnameIMG_011 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Softwarevisualisierung mit Papierpalette und Tabletop BildnameIMG_012 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Zeichenanwendung auf dem Flux Tabletop BildnameIMG_013 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Ferninteraktion von GoogleEarth mit einem Handy BildnameIMG_014 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Fernbedienung des Mambo-Musikbrowsers BildnameIMG_015 max. Auflösung1024x768 Pixel |
Beispiel für eine Lernanwendung für Schüler auf einem interaktiven Tabletop mit Multitoucheingabe Bildname_IGP6517 max. Auflösung3872x2592 Pixel |